Magie,  Mystik,  Rauhnächte,  Spiritualität

#11 – DER FLUG DER EULE – zum Hexenbrunnen in Augsburg

Heute gibt es mal Mystikstory außer der Reihe, doch alles hängt ja immer mit allem zusammen.
Auch die Msytik meines Rauhnächte-Bildes mit dem Krafttier der Eule.

Sie ist es, mit der ich in die Schatten tauche, um vorborgenes zu erahnen und zu erspüren.

Ein tatsächliches Erlebnis, dass ich hier einfach mal mystisch umschreibe…

Es rüttelt im Zeitgefüge…

Ein leiser Ruf ertönt aus dem dichten Blattwerk der Welt. Dichtes grün und braun lassen die Äste des Weltenbaumes nur erahnen.

Doch ich höre den Ruf der Eule und folge diesem bis zum Stamm des Baumes. Weiter kann ich nicht gehen. Ein Wirrwarr aus Ästen und Blättern, wie ein kleines Universum in sich ragt der Baum über mir auf, undurchdringlich scheint es eine eigene Welt zu sein.

Mit sanftem Flügelrascheln lässt sich die Eule in meiner Nähe nieder.
Die Eule. Sie kam zu mir.
In den letzten Rauhnächten.
Ein Seelentier, dass gut in den Schatten sieht und ihr entgeht nichts. Schattentaucher

Sie raunt mir zu: „Spürst Du es zupfen?

Ja, ich spüre es. Was ist es?

(Bild: Sabine Makkos / Detail es den Prozess-Bild zu den Rauhnächten 2019/2020)

Die Eule antwortet:
Ein Gefüge zwischen den Welten und etwas rüttelt daran. Komm, wir fliegen und schauen, was da rüttelt“ spricht sie zu mir und ich schwinge mich im Geiste auf Ihren Rücken, um in das Dazwischen zu gleiten.

Ich lasse mich mitreißen und mitziehen, ohne zu hinterfragen.
Ich weiß nicht, ob es gut ist, doch ich lasse mich darauf ein.

Wir fliegen zusammen, ich und die Eule.
Und wir gleiten über die Dächer einer Stadt, ein Platz kommt in Sicht und wir landen am Rande und lassen uns auf einer Bank nieder.
Ruhig beobachten wir das Geschehen und spüren beide hin.
Unruhig ist es schon, die Menschen laufen nicht gerne direkt über diesen Platz, nur am Rande halten sie sich auf. Keiner bleibt lange, der Platz trägt eine Energie in sich, die die Menschen nicht lange hier verweilen lässt.

Ein paar Zuschauer sitzen am Rand unter den Kastanienbäumen.
Ich könnte etwas singen. Soll ich?“ frage ich die Eule etwas unschlüssig. Die Zuschauer verunsichern mich etwas.
Sie nickt: „Ja, der Klang der Lieder kann diesen Ort ein bisschen besänftigen. Das Gefüge dort könnte dadurch wieder etwas ruhiger werden. Versuche es.“

Und ich singe, ganz leise am Rande.
Verschiedene Lieder in Sanskrit.
Mantren.
Die Abfolge ist nicht festgelegt, mehrere verschiedene Mantras kommen, wie es eben kommen mag. Intuitiv lasse ich mich führen.
Ah, ein wenig leichter und friedlicher wird es nun – für mich fühlbar.

Die Klänge weben sich ins Netz der Zeit, tragen – so hoffe ich – manchen Schmerz mit sich davon. Gesegnete Rosenblüten fallen leise und sacht zu Boden. Leise Gebete mit der Bitte um Heilung.

Wir reisen weiter und kreisen kurz über einem herrschaftlichen Haus. Ich frage sie: „Sollen wir hier auch etwas machen? Es scheint friedlich zu sein. Was meinst Du?
Sie wirft einen Blick, kreist nochmal über dem Haus und antwortet:
Hier gibt es nicht`s zu tun“ und fliegt mit sanften Flügelschlägen weiter.

Ein kleines Häuschen kommt in Sicht und es schmiegt sich an die alte Stadtmauer.
Einsam sieht es aus, ein bisschen verloren.

Sie flüstert mir zu: „Hier wäre ein Gesang schön, aber nicht heute.“ 2 Männer befinden sich vor dem Haus und wir streifen es deshalb nur kurz.
Heute ist nicht die rechte Zeit dafür.

Dann fliegen wir weiter, zu den 2 Bäumen neben dem Brunnen und dort landen wir sachte.
Der Hexenbrunnen in Augsburg.

Die beiden Bäume laden uns ein und die Energien sind unterschiedlich, von heiter und freundlich, bis kraftspendend und liebevoll. Der „lachende Hund“ schenkt Heiterkeit.

Worte fließen, Gedanken streifen im Licht des beginnenden Abends den Ort.
Gesegnete Rosenblätter vom Fest der göttichen Mutter finden in einem Halbkreis Ihren Platz, jedes Blütenblatt streiche ich liebevoll glatt, bevor es seinen Platz findet.
Mein Blick bleibt immer wieder am Gesicht der Brunnenhexe hängen, sie ist die stumme Zeugin der Zeit.
Und dort, ja dort singe ich erneut.
Zu ihr und all den Frauen, für die sie steht.
Die Brunnenhexe von Augsburg, verwittert ist ihr Gesicht. Steht als stumme Zeitzeugin stellvertretend für die vielen Frauen, die auf sehr gewaltvolle Weise ihr Leben lassen mussten.

Im Geiste frage ich: „Welches Mantra?“ und ich folge wieder inutitiv den Impulsen und die Worte formen sich… …

Om Tryambakam Yajamahe
Zitternd kommt diese Zeile ohne jede Melodie aus meinem Mund.
Ich hole schwankend Luft und muss erst einen stillen Atemzug nehmen. Tränen steigen hoch, ich lasse sie fließen. ….
Sugandhim Pushtivardhanam
Erneut mit einem tiefem Atemzug unterbrochen. ….
Urvaarukam Iva Bandhanan
Die Tränen laufen… ….
Mrityor Mukshiya Maamritat

Ich spüre hin an dieses Gefüge im Weltenbaum zwischen Raum & Zeit und auch in mich hinein.

Weshalb bin ich hier?
Ich weiß es nicht.
Es rüttelt und ich versuche den Boden unter meinen Füßen zu spüren. Erdung.

Aber nun bin ich hier und ich singe, singe weiter.
Ich singe für die Frauen, ja für all die Frauen und ich nehme in dem Moment nichts anderes wahr.

Ich spüre die Präsenz der Eule und der vielen Frauen und die Eule wartet. Ich singe zitternd erneut und diesmal zusammenhängend, ohne Pause.

Langsam findet sich nun auch die Melodie ein. Die Sanskrit-Silben schweben nun als sanfte Melodie über dem Platz und weben sich ins Gefüge von Raum & Zeit.

Je sicherer meine Stimme wird, desto sanfter wird es in meinem Herzen. und auch die Energie am Platz wird sanfter.
Und ja, es wird leichter, mit jeder Silbe dieses Mantras hebt sich ein wenig der schwere Nebel, der den Platz einhüllt.
Der Nebel des Vergessens.

Die Worte schweben und weben und heben den Nebel weiter und weiter durch das dichte Blattwerk des Weltenbaumes in den dämmernden Abend.

Mögen die Silben dieses Heil-Mantras Heilung und Frieden bringen in allen Dimensionen, in alle Verbindungen und Parallel-Welten und alles Lösen, was sich lösen darf.

Es wird ein bisschen friedlicher in meinem Herzen, mit jeder Silbe.

Om Shanti, Shanti, Shanti
loka samastha sukino bavantu
loka samastha sukino bavantu
loka samastha sukino bavantu
Om Shanti Shanti Shanti

Für den Moment ist es getan und ich klettere wieder auf den Rücken der Eule und sie bringt mich zurück an den Fuße des Weltenbaumes.

Ich bin erschöpft von dieser Reise – spüre die Vibrationen, die auch meine Silben im Gefüge hinterlassen. Für heute ist es gut, es darf sich alles etwas setzen. Doch ich weiß, einmal singen reicht nicht Das Häuschen und ein anderer Platz wartet noch, doch diese Plätze sind nicht heute dran.

Sabine, die mit der Eule fliegt
Bild: Pixaby / ID 4924546

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Ich singe seit 7 Jahren verschiedene Mantren und sie begleiten mich täglich auf die eine oder andere Weise.
In den Gruppen-Programmen und auch in einer Einzel-Session kann es vorkommen, dass ich den Impuls bekomme, ein Mantra zu singen für Dich oder für die Teilnehmerinnen in den Programmen.
Denn der Gesang berührt mit den Sanskrit-Silben direkt die Seele und kann auch dadurch heilsam wirken.

Deine Sabine
FRAU STERNENHERZ

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