Achtsamkeit,  Allgemein,  Dankbarkeit,  Depression,  Glück

#13 Glücklich sein, so ganz ohne Tamtam? Ja, das geht!

Gibt es einen Weg zum Glück?

Vor vielen Jahren ist mir ein Spruch von Buddha begegnet:
„Es gibt keinen Weg zum Glück, sondern glücklich sein ist der Weg“

Nun gibt es allerdings Lebensumstände, die diesen Weg sehr tief erschüttern können.
Ich selbst habe 3 Kinder jeweils in der frühen Schwangerschaft verloren und ich war mit Gefühlen von Trauer und Seelenschmerz erstmal in einem dunklen Tal gefangen. Einen glücklich Weg sah ich mit Sicherheit damals nicht in der Dunkelheit.

Nach Außen hin schien vielleicht alles „normal“, denn die Trauer hatte ja weder von Seiten der Gesellschaft noch überhaupt im Bewusstsein meines Umfeldes oder in mir Platz.
Ich kehrte sie jahrelang in den hintersten Winkel meines Herzens, was auch mit ein Auslöser für eine spätere Depression war.

Doch gerade am Tiefpunkt in einer Akut-Klinik, wurde mir bewusst wie reich beschenkt ich doch in meinem Leben war. (Im Blogartikel kannst Du es nochmal ausführlicher nachlesen).

An jenem Tag wählte ich eine andere Perspektive auf mein eigenes Leben


Ich verschob den Blickwinkel – ein sogenanntes Re-Framing nennt man es wohl in der Psychotherapie – und es geschah von ganz alleine, ohne einen Therapeuten, der mir dies evtl. geraten hätte.
Ich glaube auch sogar, dass ich es damals hätte auch gar nicht von jemand anderem annehmen hätte können.

Damals traf ich eine Entscheidung – eine Entscheidung, dass ich der wichtigste Mensch in meinem Leben bin. Denn nur wenn ich wieder selbst in die Kraft komme, kann ich überhaupt erst wieder eine gute Mutter sein, eine Therapeutin sein und so weiter.

Und das ich den ersten Schritt auf meinem Weg – hin zur Heilung auf Seelen- und Körperebene selbst setzen muss.
Niemand kann diesen Schritt für jemand anderen gehen. Es braucht die eigene Bereitschaft, etwas an der Situation verändern zu wollen.

Es bedeutet für sich selbst zu 100% die Verantwortung zu übernehmen.

Ja, ich habe dieses Schicksal von 3 Sternenkindern.
Ja, ich habe eine gescheiterte Ehe, die damals großen Trennungsschmerz brachte.
Ja, ich habe auch in den Krankenhaus-Situationen Dramatisches erlebt.

Doch weder sind die beteiltigten Personen schuld, noch ich selbst.
Sicher gibt es Lebensumstände, die zum unglücklich sein beitragen, aber letztendlich kann auch nur ich selbst es verändern.

Und die einzige Person, die nun insgesamt an der Depression etwas verändern konnte, bin ich selbst gewesen.
Therapeuten, Heiler, Ärzte – sie sind wichtig, weil sie Wege kennen, um leichter und vielleicht auch schneller wieder aus der Depression zu finden.
Trauerbegleiter, wie jener Seelsorger damals in der Klinik, der ebenfalls zu diesem Re-Framing beigetragen hat.

Doch es brauchte meine eigene Bereitschaft an mir selbst zu arbeiten, auch möglicherweise Antidepressivum zu nehmen, damit ich irgendwie wieder besser mit meinem Leben klar komme.

Das Gespräch mit dem Seelsorger der Klinik und auch der Blick an jenem kleinen Teich im Park der Klinik, veränderte meinen Blickwinkel.

Und ich begann immer achtsamer zu werden.
Ich übte mich in der Achtsamkeit, immer und immer wieder.
Ich reflektierte und analysierte meine Lebensumstände.

Eine weitere Beschäftigung war, wenn ich es so nennen will, die bewusste Ausrichtung auf das Positive in meinem Leben.
Ich hängte Bilder von mir selbst auf, auf denen ich irgendwann mal glücklich war.
Um mich selbst daran zu erinnern, dass es glückliche Zeiten in meinem Leben gab.
Ohne meinen damaligen Ehemann, ohne den ganzen Mist in meinem Leben.
Bilder mit Freunden, mit denen ich glückliche Momente erlebte. Auf Konzerten oder Bergtouren, Urlaub oder Erlebnisreisen mit vielen Eindrücken, die damals Endorphine in mir erzeugt hatten.
Die Glücksgefühle!
(Es gibt sowas wie Herz-Intelligenz – sehr empfehlenswert – such doch mal danach)

Und so ging und gehe ich täglich an diesen Bildern vorbei – der Rahmen mit dem Sammelsurium hängt heute noch in meinem Flur an der Wand.

Ich setzte mir positive Anker in meinem Leben!

Es diese erinnern mich immer wieder daran:
„Ich war glücklich, bevor ich verheiratet war. Ich war glücklich während ich verheiratet war (ja auch das) und ich werde wieder glücklich sein, wenn ich nicht mehr verheiratet bin“

Ich begann das kleine Glück im Alltag zu suchen und es achtsam wahrzunehmen.
Sei es der Kassierern beim Einkaufen in die Augen zu sehen und ihr einen baldigen Feierabend zu wünschen. Diese Blicke mag ich sehr, denn sie werden damit „gesehen“ und sind dankbar für das gesehen werden.

Jemanden die Tür aufzuhalten oder an der Kasse jemanden vor zu lassen.
Oder in der Fußgängerzone einem Bettler oder einer Bettlerin etwas zu essen zu kaufen.

Diese dankbaren Blicke mag ich insgesamt sehr und es stimmt mich tatsächlich – völlig ohne großen Jubel und dicken Applaus – glücklich.

Oder wenn ich jemanden helfen kann im Rahmen meiner Praxis-Arbeit und merke, wie dort etwas in Heilung gehen kann. Es macht mich glücklich, in diesen schönen Räumen arbeiten zu dürfen.
Es macht mich glücklich aus diesem wundervollen Zimmer auf eine grüne Pracht auf römischen Resten zu blicken, während ich energetisch mit meinen Klienten arbeite.

Ja, es macht mich glücklich zum Wohlbefinden anderer Menschen beizutragen.
Und der Fokus auf die alltäglichen Selbstverständlichkeiten des Lebens, zB meine Augen, die so viel Schönes sehen können, macht mich dankbar.

Gerade die Achtsamkeit, eben das Wahrnehmen was wir haben, macht mich ruhiger im Herzen und es entsteht damit eine tiefe Dankbarkeit für mich und mein Leben. Und für mich ist damit auch irgendwie die Achtsamkeit, die Dankbarkeit mit meinen eigenen Glücksgefühlen verknüpft.

Glück kann einfach dadurch entstehen, dass uns bewusst wird, welch Wunder wir im Grund sind.
Allein unser Körper ist schon ein Wunderwerk an sich.

Und das ist vielleicht im Ansatz der erste Schritt zum Glück – dankbar zu sein für das was man hat.

Wenn Du diese Zeilen liest, bedeutet es, dass Du
a) Internet-Zugang hast
b) ein Gerät hast, damit Du dies anschauen kannst
c) lesen kannst und meine Sprache verstehst
d) genügend Geld hast, um dir das Gerät und den Internet-Zugang leisten zu können
e) in einem Land lebst, in dem das so ohne weiteres möglich ist
f) 2 Augen hast, um dies überhaupt sehen zu können.
g) Hände mit Fingern daran hast, um das Gerät bedienen zu können.

Und allein diese ganzen Voraussetzungen überhaut gegeben sein müssen, dass Du meinen Text jetzt lesen kannst.

Mich selbst macht so eine Analyse der vermeintlichen Selbstverständlichkeiten des Lebens immer demütig und dankbar.
Es gibt so viele Menschen, die das alles nicht können.

Weil sie nicht sehen können,oder weil sie in Ländern leben, die all dies möglicherweise nicht für eine breite Masse an Menschen möglich machen kann.

Ich so reich damit beschenkt bin, lesen und schreiben zu können (auch als Frau). Reich beschenkt bin, funktionierende Augen zu haben. Reich beschenkt bin, dass ich Arbeit habe die mir Geld gibt, dass ich die ganzen Voraussetzungen für diesen Text habe. (zB eine Computer, Internet, bezahlte Stromrechnungen, ein Dach über dem Kopf).

Und damit gehe ich in die Fülle, was ich alles habe und Dankbarkeit darüber stimmt mich ruhiger im Herzen.

Doch gerade dieses Bewusst-werden der alltäglichen Selbstverständlichkeiten bedeutet Achtsamkeit.
Demut dem Leben an sich gegenüber.

So kann ich aufhören auf die Stimmen des Mangels von „zu wenig“ und „das Gras da drüben ist aber viel grüner“ zu hören.
Hinterfrage wie so oft in den letzten Jahren, brauche ich wirklich einen größeren Fernseher? Brauche ich wirklich dieses tolle neue XYZ? Brauche ich es wirklich?
Belohne ich mich nur mit einem Konsum, der die Endorphine, die Glückshormone ausschüttet und mich für kurze Zeit mit Glück beschenkt?

Was ist Glück?

Für mich inzwischen der kleine Moment des SEINS.
Das kann auf einem Waldspaziergang sein, wenn ich meine Hand an einen Baum lege und das Zwitschern der Vögel höre.
Allein die Tatsache, dass da ein Baum wächst, der mir Sauerstoff spendet und mich mit seiner Frequenz beschenkt, ist schon Wunder genug. Er mir Schatten spendet im Sommer und vieles mehr.
Die Wurzeln, die ja weit über das Sichtbare hinaus in die Erde reichen, mir Halt vermitteln, mich selbst geerdet fühlen lassen.

Es sind die kleinen Selbstverständlichkeiten im Leben, wenn wie diese achtsam wahrnehmen, dann ist Glück im Moment möglich.

Oder es macht mich glücklich, Zeit für mich zu haben! Zum Beispiel um neurographisch zu zeichnen. Ja, diese Zeit nehme ich mir öfters bewusst, denn es ist eine sehr qualitative Zeit für mich!


Was ist das? Neurographik?

Es ist eine transformierende Zeichen-Methode, die sehr viel in Harmonie bringen kann.

Und mit Hilfe der Neurographik wird das kleine große Glück dann auch sichtbar und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass sich das Glück auf dem Papier zeigt und auch direkt in deine neuronalen Verbindungen gezeichnet wird.

Online-Workshop zur neurographischen Glücksreise


Beim freien Workshop Glücksreise kannst Du diese wundervolle Methode kennen lernen. Am 06.09.2020 zeichnen wir zum kleinen großen Glück.

So wünsche ich Dir nun einen reich beschenkten, glücklich Tag mit den Wundern der Alltäglichkeit.

Melde Dich am Besten an und sei dabei.

Deine Sabine Makkos
FRAU STERNENHERZ

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.